Tageslosung vom 28. Mai 2017
Exaudi (HERR, höre meine Stimme! Psalm 27,7)
HERR, du siehst es ja, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen.
Jesus ließ die Menge zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.

Januar / Februar 2017

Vor fast 50 Jahren wurde das erste Mal eine Herztransplantation erfolgreich durchgeführt. Danach konnte diese lebensrettende Operation immer wieder verbessert und damit vielen Menschen das Leben erhalten und verlängert werden.

„Herztransplantation“ – von solch einem „Eingriff“ redet die Jahreslosung 2017: „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neues Geist in euch“. Es ist eine wunderbare Zusage, die uns durch das neue Jahr begleitet. Sie zeigt uns die Größe bzw. Großzügigkeit unseres Gottes. Das neue Herz ist sein Geschenk – so wie vieles andere auch. Wir können es uns weder verdienen noch erarbeiten, sondern eben nur schenken lassen. Deshalb gibt es bei Gott auch keine Schummelei, so wie es in manchen Herzkliniken vorgekommen ist. Dort wurden Akten gefälscht, damit ein Patient auf der Warteliste einige Positionen nach oben rücken konnte. Anderen wurde durch solche Manipulation Schaden zugefügt. Bei Gott kann das nicht passieren. Er hat genügend „neue Herzen“. Und vor allen Dingen: Er hat für jede und jeden das passende Herz.

Die Jahreslosung deckt auch ein Problem auf. Das vorhandene Herz muss ersetzt werden. Es ist krank, unheilbar krank und dem Tod verfallen. Weder eine Kur noch eine Behandlung mit Medikamenten schafft Abhilfe. Der einzige Weg ist, dieses lebenswichtige Organ zu erneuern.

Mancher wird fragen: Warum dieser Aufwand? So schlimm kann es doch nicht sein, so schlecht bin ich doch nicht. Bei der Erneuerung des Herzens geht es nicht um die Verbesserung unserer moralischen Qualitäten. Vielmehr muss die Haltung zu Gott auf eine grundlegend neue Basis gestellt werden. Nach biblischem Verständnis ist das Herz als Mittelpunkt der Persönlichkeit der Ort, an dem Entscheidungen getroffen werden. Das „alte Herz“ entscheidet ohne Gott und kümmert sich nicht um seine Vorstellungen. Die Bibel nennt diese Haltung Sünde. Sünde bringt nicht nur Menschen auseinander, sondern trennt von Gott. Erst das „neue Herz“, das sich von Gottes Geist leiten lässt, ist gemeinschaftsfähig. Für das neue Herz gibt es keine Warteliste. Gott kann und will es heute schenken.

In dieser Gewissheit grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen ein gesegnetes neues Jahr.

pfarrer2014

Ihr Pfarrer

Ehrenfried Krüger