Tageslosung vom 28. Juli 2017
Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und irrefliegen, weil sie nichts zu essen haben?
Der Herr ist reich für alle, die ihn anrufen.

Römer 3, 21-28

Geschrieben von Pfr. Ehrenfried Krüger. Veröffentlicht in Predigt

„Nun freut euch, lieben Christen g’mein, und lasst uns fröhlich springen, dass wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe singen, was Gott an uns gewendet hat und seine süße Wundertat; gar teu’r hat er’s erworben.“ (EG 341,1) Diese Liedstrophe von Martin Luther, liebe Gemeinde, deutet vielleicht ein Problem an, das uns in unserer Zeit ein wenig zu schaffen macht. Hat unser Reformator damals mit seiner Gemeinde im Gottesdienst getanzt? Man könnte es vermuten, wenn er dichtet: „…und lasst uns fröhlich springen“. Uns wäre so etwas befremdlich. Wenn wir uns allerdings in anderen Gemeinden, zumal in anderen Ländern, umschauen, stellen wir fest: So leben viele Christen ihren Glauben. Bei ihnen kommt Bewegung in den Gottesdienst: Es wird geklatscht, gejubelt, getanzt. Für uns nüchterne Deutsche ist solcher Ausdruck von Glaubensfreude fremd und schwer vorstellbar. Wir sitzen ernst in unseren Bänken und erlauben uns (und vielleicht auch anderen) höchstens ein Schmunzeln.

Die Formen des Glaubenslebens und die Gestaltung der Gottesdienste können unterschiedlich sein in den evangelisch-lutherischen Kirchen, die wir in allen Teilen unserer Welt finden. Das sollte und darf uns nicht trennen. Das ist eine Frage der Mentalität und der Prägung. Da gibt es keine Vorschriften, da dürfen wir ein weites Herz füreinander haben. Entscheidend ist, was uns verbindet, worauf sich unser Christsein mit seinen verschiedenen Ausformungen und Gestaltungen gründet. Dieses Gemeinsame ist die Botschaft von der Gnade Gottes, die uns durch Jesus Christus geschenkt wird und die wir durch den Glauben annehmen. Die Bibel verkündet diese Botschaft. Es sind die vier „soli“, die Christen zusammenhalten. Was sie uns sagen, möchte ich am Predigttext entfalten.

Lesung nach der neuen Übersetzung der Lutherbibel (2017):

„21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. 22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: 23 Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. 25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt zur Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden 26 in der Zeit der Geduld Gottes, um nun, in dieser Zeit, seine Gerechtigkeit zu erweisen, auf dass er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. 27 Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 28 So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.

1. Allein die Gnade

Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Diese Frage trieb Martin Luther um und führte ihn schließlich zur Wiederentdeckung des Evangeliums. Im Blick auf die heutige Situation schreibt einer der Autoren in dem Luther-Magazin: „Fragen nach Gott werden selten gestellt. Fragen nach dem Leben umso häufiger.“ (S. 60) Es sind die Fragen nach einem gelingenden, nach einem „gnädigen“ Leben. Heute wie damals vor 500 Jahren können wir uns nur sagen lassen: Ein gnädiges und gelingendes Leben ist und bleibt trotz aller berechtigten Bemühungen ein Geschenk. Gottes Gnade ist die Zusage seiner Liebe und Wertschätzung. Der schon erwähnte Autor aus dem Luther-Magazin formuliert dieses Versprechen so: „Mensch, du bist geliebt! Du bist gehalten. Getragen. Du brauchst keine Angst vor dem Leben zu haben. Du brauchst das Leben nicht aus dir selbst zu gewinnen! Du bist geliebt, getragen, ohne etwas zu tun.“ (S. 61) Das ist Gnade.

2. Allein Christus

Paulus schreibt: „…und dass sie (nämlich alle Menschen) für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner (d.h. Gottes) Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus.“ (V 24 – NGÜ) Jesus stirbt am Kreuz und nimmt damit alle Schuld auf sich. Er zahlt mit seinem Leben das Lösegeld, um uns aus der Versklavung der Sünde freizukaufen. Die Schuld, die uns, d.h. jeden Menschen, von Gott trennt, sind nicht die moralischen Verfehlungen, sondern das, was dahinter steht: In unserem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck. Es ist die Abwendung von Gott, die das Leben eines jeden Menschen überschattet. Nur wer sich Gott zuwendet und von Jesus alle Unreinheit abwaschen lässt, kann Gottes Herrlichkeit widerspiegeln. Deshalb brauchen wir Jesus und sein reinigendes und heilbringendes Opfer.

3. Allein der Glaube

Glaube heißt, sich das Geschenk der Liebe Gottes und die Vergebung der Schuld persönlich anzueignen. Das Wissen von der Gnade und von Christus genügt noch nicht. Diese Botschaft will und muss unser Herz erreichen. Hier geht es um das Vertrauen, dass Gott es gut meint und auch mich einen guten Weg führen wird. Paulus schreibt: „Denn wir gehen davon aus, dass man aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt wird, und zwar unabhängig von Leistungen, wie das Gesetz sie fordert.“ (V 28 – NGÜ) Abraham war für Paulus ein Kronzeuge des Glaubens. Sein Vertrauen darf uns ein ermutigendes Vorbild sein.

4. Allein die Bibel

Am Anfang seiner grundlegenden Aussagen über Gottes Gerechtigkeit stellte Paulus fest: Es erfüllt sich, was Gott versprochen hat – wörtlich: „… Gott hat … in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen.“ (V 21 – NGÜ). Wir können uns die Botschaft von der Gnade Gottes und der Erlösung durch Jesus Christus nicht selbst zusagen. Wir brauchen den Zuspruch von außen, wir brauchen das gelesene und verkündete Wort Gottes. Das Lesen in der Bibel und das Feiern des Gottesdienstes sind kein frommer Luxus, sondern Grundlage unseres Christseins. Bei der Kirchenbezirkssynode am letzten Freitag legte es uns ein Synodaler im Blick auf die schwierigen Zukunftsaussichten unserer Kirche sehr eindrücklich ans Herz, dass wir auf diese Entwicklung nicht nur mit strukturellen Veränderungen reagieren dürfen, sondern mit einem lebendigen Glauben. Kraftquelle dafür ist Gottes Wort mit seiner Botschaft vom gnädigen Gott, der durch Jesus für uns da ist.

Allein die Gnade, allein Christus, allein der Glaube und allein die Bibel – das ist es, was uns als evangelische Christen verbindet.

Amen.

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