Tageslosung vom 28. Juli 2017
Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und irrefliegen, weil sie nichts zu essen haben?
Der Herr ist reich für alle, die ihn anrufen.

Philipper 3, 17.20+21

Geschrieben von Pfr. Ehrenfried Krüger. Veröffentlicht in Predigt

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder,

welchen Ort würden Sie als Ihre Heimat bezeichnen? Es wäre sehr spannend, wenn wir jetzt eine Umfrage zu diesem Anliegen durchführen würden. Ich denke, dass die Antworten ganz unterschiedlich wären. Ich denke an meine Eltern und an alle diejenigen, denen es ähnlich wie ihnen gegangen ist. Sie würden den Ort als ihre Heimat benennen, den sie am Ende des 2. Weltkrieges verlassen mussten. Vielleicht würde einige auch sagen, dass der Ort, an dem sie jetzt leben, ihnen zur Heimat geworden ist?! Was würde die junge Generation antworten Angesicht der von ihnen geforderten Mobilität?

Was macht eigentlich Heimat aus? Ist es der Ort der Geburt? Oder der Ort, wo ein Mensch aufgewachsen ist und mit dem sich viele Kindheitserinnerungen verbinden? Oder bin ich dort beheimatet, wo die Menschen leben, die mir nahe stehen? Macht sich der Begriff Heimat an Orten fest oder an Beziehungen, die mich tragen und mein Leben schön machen? Ist Heimat etwas, was hinter mir liegt oder etwas, was ich heute erfahre und aus dem ich immer wieder Kraft schöpfen kann?

Paulus schrieb im heutigen Predigttext von der himmlischen Heimat. Er stellte sie den Christen in der Stadt Philippi vor Augen, um sie zu ermutigen und in ihrem Glauben zu stärken. Zwei Gedanken möchte ich zu diesem Text entfalten: 1. Unsere Ausrichtung – die himmlische Heimat, 2. Unsere Erwartung – die verwandelte Existenz.

1. Unsere Ausrichtung – die himmlische Heimat

Paulus ortete an dieser Stelle seines Briefes das Leben der Christen ein. Er stellte ihnen vor Augen, wo sie hingehören, wo ihr Platz ist. Im griechischen Urtext steht an dieser Stelle das Wort „politeuma“. Es bezeichnet zum einen das Gemeinwesen, damals z.B. einen griechischen Stadtstaat. Das meint also den Ort, an dem Menschen leben und in dem sie in ein Beziehungsgeflecht eingebunden sind. Zum anderen meint der griechische Begriff das Bürgerrecht, das die Menschen teilhaben lässt an dem Gemeinwesen, das ihnen dort ihren Platz zuweist und sichert. In dieser doppelten Bestimmung schrieb Paulus vom Himmel. Dort haben Christen ihren Platz, dort gehören sie dazu, weil Jesus es ihnen versprochen hat.

Christen haben ihre Heimat in der himmlischen Welt, in Gottes Wirkungsbereich. Da stellen sich zwei Fragen. Sind Christen dann auf dieser Erde am falschen Platz? Und die andere: Ist diese Welt, in der wir leben, dem Wirkungsbereich Gottes entzogen?

Christen sind auf dieser Erde am richtigen Platz. Gott hat uns Menschen ja die Erde anvertraut, damit wir auf ihr unser Leben gestalten und die Erde als Lebensraum für alle Kreaturen bewahren. Hier haben Christen auch den Auftrag, Gottes Sehnsucht zu seinen Menschen und seine liebende Zuwendung zu ihnen mit Wort und Tat weiterzugeben. Auf dieser Erde ist uns Zeit anvertraut, sind uns Gaben gegeben, will Gott mit uns sein Reich bauen. D.h., unsere Welt ist dem Wirkungsbereich Gottes nicht entzogen. Er bleibt der Chef, der letztlich alles in Händen hält, der aber andererseits seinen Menschen Raum gibt, der sie nicht wie Marionetten gängelt.

Im Himmel jedoch wird sein Wirken in einer uneingeschränkter Weise erfahren, können wir als seine Leute ganz in seiner Gegenwart leben: ohne Böses, ohne Unheil, ohne Schuld. Diese wunderbare Aussicht ist der Grund für die Freude, von der Paulus in diesem Brief im vierten Kapitel schrieb.

Nun zu der zweiten Bedeutung des Wortes „politeuma“, dem Bürgerrecht. Durch Taufe und Glauben, durch die lebendige Verbundenheit mit dem himmlischen Vater, sind Christen Teilhaber an Gottes Welt, gehören zu ihr mit allen Rechten. Dieser Besitzstand kann auch mit der zuerkannten Gerechtigkeit verglichen werden. Durch Jesus sind Christenmenschen vor Gott gerecht gesprochen. Morgen, am Reformationstag, wird davon ausführlicher die Rede sein. Durch den Glauben an Tod und Auferstehung unseres Herrn Christus wird uns die Gerechtigkeit, d.h. das Recht an der himmlischen Welt, zugeeignet. Diese Teilhabe ist und bleibt ein Geschenk, das jeglichen Verdienst ausschließt.

Der biblische Heimatbegriff, liebe Gemeinde, ist also auf die Zukunft ausgerichtet. Er gibt die Perspektive, unter der wir als Christen unser Leben gestalten und unseren Auftrag erfüllen. Diese Blickrichtung bestimmt die Gegenwart. Christen übersehen nicht das, was ihnen in dieser Welt an Guten begegnet und auch nicht das, was ihnen an Nöten vor die Füße gelegt wird. Doch der Blick auf die himmlische Heimat macht sie weder weltsüchtig noch weltflüchtig. Durch diese Verbindung zum Himmel werden sie welttüchtig und können das tun, was ihnen zu tun aufgetragen ist.

2. Unsere Erwartung – die verwandelte Existenz

Himmlisches Bürgerrecht, d.h. Leben in der ungeteilten Gemeinschaft mit Gott in seiner neuen Welt. Diese Hoffnung ist verbunden mit der Erwartung des Retters Jesus Christus. Nach seinem Wiederkommen schaut die christliche Gemeinde aus. Dieses zweite Kommen von Jesus bringt die totale Erneuerung. Das wird für die Glaubenden darin konkret, dass Jesus den von Schwachheit, Leid und Schuld gezeichneten Körper verwandelt und wieder so herstellt, wie es sich Gott ursprünglich vorgestellt und wie er ihn geschaffen hatte. Es wird ein Körper ohne Schwächen und Makel sein, ein Körper, der in allen Belangen Gottes Herrlichkeit wiederspiegelt. Was für eine wunderbare Perspektive: keine Krankheit, kein Leiden, keine Trauer und kein Tod. Deshalb ist dieser heutige Predigttext auch bei Trauerfeiern so wichtig. Er bringt die christliche Hoffnung zum Ausdruck, er schenkt Trost und wendet die Blickrichtung: weg von dem, was hinter uns liegt, hin zu dem, was wir erwarten. Über die Gräber hinweg schauen wir zu Gottes neuer Welt, zu der himmlischen Heimat.

Wenn Paulus hier nach der Lutherübersetzung von dem „nichtigen“ Leib schreibt, dann ist das keine Verachtung des Körpers. Er stellt fest, dass dieser Leib vergänglich ist und deshalb in dieser Form für Gottes Ewigkeit untauglich. Eine Verwandlung ist nötig. Vorbild ist dabei der Auferstandene selbst. So wie er durch die Auferstehung Herrlichkeit erlangt hat, so wird es auch allen denen geschenkt, die in dieser Hoffnung gestorben sind. Die Kraft des Auferstandenen wird sie verwandeln und ihren Körper erneuern.

Weil wir hier und jetzt Anteil haben an der himmlischen Welt, weil wir unsere himmlischen Bürgerrechte in Anspruch nehmen und unter dem Blickwinkel der neuen Welt unsere Gegenwart gestalten, ist dieser Text keine Vertröstung auf spätere und bessere Zeiten, sondern eine kräftige Ermutigung für unser Leben und unseren Dienst in der Welt. Daran lasst uns festhalten.

Amen.

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