Tageslosung vom 26. März 2017
Lätare (Freuet euch mit Jerusalem! Jesaja 66,10)
Es gibt Hoffnung auf Zukunft für dich. Spruch des HERRN.
Die Nachbarn und die, die den Blinden früher als Bettler gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?

Johannes 8, 12-16

Geschrieben von Pfr. Ehrenfried Krüger. Veröffentlicht in Predigt

Liebe Gemeinde,

in der Advents- und Weihnachtszeit Häuser und Gärten mit Lichtern zu schmücken, gehört hier im Erzgebirge zu den guten Traditionen. Anstoß dafür gab die Sehnsucht nach Licht, die bei den Bergleuten besonders ausgeprägt war. Ein halbes Jahr lang sahen sie das Licht der Sonne nur an wenigen Tagen. Während der anderen Zeit mussten sie bei ihrer schweren Arbeit mit einer spärlichen Beleuchtung auskommen. Die mit Lichtern geschmückten Häuser hellten ihr Gemüt auf und gaben ihnen Hoffnung.

An dieser Sehnsucht nach dem Licht hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn in unserer Region niemand seinen Lebensunterhalt unter Tage verdienen muss. Die zeitig einbrechende Dunkelheit drängt schon im November nach adventlicher Beleuchtung. Kaum, dass der Ewigkeitssonntag vergangen ist, erscheinen die ersten Schwibbögen in den Fenstern und Lichterketten in den Gärten. Wenn dann am ersten Sonntag im Advent die ganze Pracht erstrahlt, erfreut sich mancher bei einem abendlichen Spaziergang an dem vielfachen Lichterglanz.

Der heutige Predigttext aus dem Johannesevangelium spricht von dem Licht, dass mit dem Kind von Bethlehem in unsere Welt gekommen ist. Er konfrontiert seine Leser bzw. Hörer aber auch mit der Ablehnung, die Jesus entgegengebracht wurde. Diese Spannung möchte ich mit Ihnen unter drei Stichworten bedenken: 1. Licht ist Leben; 2. Licht schafft Klarheit; 3. Unterwegs im Licht.

Hört zunächst den Predigttext.

Lesung

12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. 13 Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du gibst Zeugnis von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr. 14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr; denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme oder wohin ich gehe. 15 Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte niemand. 16 Wenn ich aber richte, so ist mein Richten wahr, denn ich bin's nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.

Gebet

1. Licht ist Leben

Die Naturwissenschaften lehren sehr eindrücklich die überaus große Bedeutung des Lichtes. Ohne das Licht der Sonne gäbe es kein Leben. Damit sich diese Energie lebensspendend entfalten kann, braucht es eine genaue Abstimmung vieler Faktoren, so z.B. der Abstand zwischen der Sonne und unserer Erde. Wäre er zu groß, würde alles erfrieren, wäre er zu klein, dann würde alles verbrennen. Oder denken wir an die Photosynthese, durch die die Lichtenergie in Sauerstoff umgewandelt wird. Das Licht der Sonne ermöglicht Wachstum von Pflanzen. Durch diese Nahrungsgrundlage können wir unser Leben erhalten.

Die Sehnsucht nach dem Licht, zumal in der dunklen Jahreszeit, macht deutlich: Das Licht ist auch für unser seelisches Wohlergehen wichtig. Viele Menschen in unseren Breitengraden fürchten die dunklen Tage, weil sich ihre Stimmung verdunkelt. Wer depressiv veranlagt ist, hat dann seine besondere Not.

Wenn Jesus von sich sagt, dass er das Licht dieser Welt ist, dann gibt er sich als Quelle des Lebens zu erkennen. Als Mitschöpfer hat er das Leben geschenkt und er erhält es auch mit allem, was dazugehört. Seine Zusage beinhaltet Lebenskraft und Ermutigung. Er richtet auf und heilt Leib und Seele. Er stillt die Sehnsucht, die in jedem Menschen steckt. Denn das Kind in der Krippe hat uns das Leben gegeben und damit auch einen Plan für unsere Zeit auf der Erde. Paul Gerhardt hat dieses wunderbare Geschehen in folgende Worte gefasst: „Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht', wie schön sind deine Strahlen!“ (EG 37,2f)

2. Licht schafft Klarheit

Die Aussage „Ich bin das Licht der Welt.“ hat Ausschließlichkeitscharakter und war deshalb eine große Herausforderung an die damaligen Hörer. Wenn ein Mensch mit einer solchen Behauptung auftrat, dann sollte eine kritische Nachfrage angebracht sein. Jesus war ja nicht der einzige Heilsbringer, der den Menschen damals viel Gutes versprach. Die Frommen im Lande hatten nicht umsonst die Ohren gespitzt. Sie warteten auf das Licht, auf den Messias, der der Retter der Welt sein würde. War nicht sein Kommen angesichts der römischen Besatzung und der damit einhergehenden Gesetzlosigkeit besonders dringlich?

Eines machte die gesetzestreuen Juden jedoch stutzig. Sollte dieser kommende Retter nicht als Triumphator, als große Leuchte auftreten? Doch bei diesem Jesus sah es ganz anders aus. Nicht militärische Macht kennzeichnete seine Herrschaft, sondern der Verzicht auf Gewalt. Er verkehrte nicht mit den Großen dieser Welt, sondern mit den Schwachen und Armen. Weil dieser Mann so gar nicht ihren Erwartungen entsprach, suchten sie krampfhaft nach einem Beweis für seine Legitimität. Deshalb ihre kritischen Nachfragen, die ja ihre Berechtigung hatten. Jesus ließ sich darauf ein und gab ihnen die Antwort. Er sei das Licht der Welt, weil er sagen könne, woher er kommt und wohin er geht. Er wies sich als derjenige aus, der den Überblick hat und die Zusammenhänge kennt; der weiß, was uns Menschen mit unserer begrenzten Sicht verschlossen ist. Deshalb kann man ihm getrost vertrauen.

Jesus verlangt keinen blinden Gehorsam, denn Licht verschleiert nicht, sondern schafft Klarheit. Jesus will und kann unsere Erkenntnis aufhellen, er schenkt den nötigen Durchblick. Er spricht die Wahrheit, er legt klar und offen seine Absichten dar. Deshalb ist das Nachfragen so wichtig, damit wir klären können, welches das wirkliche Licht ist und wo Irrlichter uns in ihren gefährlichen Bann ziehen wollen. Der von Jesus gestellte Anspruch fordert uns heraus, unsere Erwartungen zu überprüfen und uns zu fragen, an welcher Stelle wir Hilfe suchen und worauf wir unsere Hoffnung setzen.

3. Unterwegs im Licht

„Wer mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (V 12b) Bei allem berechtigten Forschen muss doch klar sein, dass sich eine Klärung letztlich nicht theoretisch erreichen lässt. D.h., aus der Distanz kann man diesen hohen Anspruch von Jesus nicht erkennen. Das ist nur durch die Praxis möglich. Erst wenn man sich dem Licht aussetzt, wird sich seine belebende Kraft entfalten und die so dringend nötige Klarheit einstellen. Der Glaube braucht die Praxis.

Im Blick auf das Sonnenlicht ist uns das klar. Nur wenn wir ins Licht gehen, erfahren wir seine belebende Wirkung. Nicht anders verhält es sich mit dem Glauben. Jesus wird seine heilende Kraft in unserem Leben entfalten, wenn wir uns auf die Lebensgemeinschaft mit ihm einlassen, wenn wir seinen Fußspuren folgen und eng bei ihm bleiben. So werden wir auch seinem Auftrag gerecht, so können auch wir Licht sein für die Welt. Diese Leuchtkraft haben wir ja nicht aus uns selbst. Die Lichtquelle ist Jesus Christus. Deshalb gilt: je näher wir bei ihm sind, desto stärker werden wir scheinen können. Wir sollen und können Lichter sein, die nicht für sich selbst leuchten, sondern für andere. Lichter, die Klarheit, Wärme und Geborgenheit in unsere dunkle Welt bringen. Lichter, die auf das eine und wahre Licht dieser Welt hinweisen.

Die zahlreicher Lichter in diesen jahreszeitlich dunklen Tagen erinnern uns daran, dass Jesus als das Licht in diese Welt gekommen ist. Es muss bei keinem Menschen dunkel bleiben. Wir selber dürfen die belebende Kraft des Lichtes erfahren und sie zu anderen tragen.

Amen.

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