Tageslosung vom 28. Mai 2017
Exaudi (HERR, höre meine Stimme! Psalm 27,7)
HERR, du siehst es ja, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen.
Jesus ließ die Menge zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.

Berggottesdienst "Schwibbogen"

Geschrieben von Pfr. Ehrenfried Krüger. Veröffentlicht in Predigt

Liebe Besucherinnen und Besucher des Berggottesdienstes,

der Schwibbogen ist hier bei uns in der Advents- und Weihnachtszeit nicht wegzudenken. Jede Familie hat einen oder auch zwei und erleuchtet damit nicht nur die Häuser, sondern auch die Straßen. In manchen Orten, wie z.B. in Annaberg, ist jedes Fenster mit einem Schwibbogen geschmückt. Dieser Lichterglanz erhellt nicht nur die dunkle Jahreszeit, sondern auch unser Gemüt.

In dem Weihnachtsliederbuch der Bergleute, das der Verein „Sächsische Bergmannslieder“ herausgegeben hat, finden sich nicht nur ein großer Liederschatz, sondern auch viele Informationen zu dem weihnachtlichen Brauchtum der Bergleute. Dort habe ich gelesen, dass der Schwibbogen ursprünglich ein Geschenk der Bergleute an ihren Steiger gewesen ist. Es wurde ihm bei der Mettenschicht, also der letzten Schicht vor Weihnachten, überreicht. Man schenkte ihm, wen wundert es, einen schönen, zugleich auch nutzbringenden und vor allen Dingen leuchtenden Gegenstand. In dem Weihnachtsliederbuch heißt es: „Es waren in der Regel Lichtgeschenke, so z.B. eine verzierte Kerze, eine kunstvoll gefertigte Grubenlampe oder seit dem 18. Jahrhundert auch der Schwibbogen als Leuchter.“ (Glückauf zur Mettenschicht, Lieder zum bergmännischen Brauchtum in der Advents- und Weihnachtszeit, Freiberg. o.J., S. 45)

Als Entstehungsort des Schwibbogens gilt Johanngeorgenstadt. Die Motive eines solchen Lichterbogens sind vielfältig. Das häufigste und für die Bergbautradition typische ist das mit den beiden Bergleuten in der Mitte und der Klöpplerin und dem Schnitzer an der Seite. Manche Schwibbögen sind mit der Heiligen Familie verziert, d.h. mit Maria und Joseph und dem Kind in der Krippe. Andere zeigen einen Förster mit Waldtieren. In dem erwähnten Liederheft gibt es eine Abbildung von einem sehr alten Schwibbogen. Er soll vermutlich 1778 entstanden sein. Er zeigt neben den beiden Bergleuten zwei biblische Szenen: Zum einen den Sündenfall und zum anderen die Vertreibung aus dem Paradies. Dieser Lichterbogen ist heute im Freiberger Bergbaumuseum zu sehen.

Adam und Eva in einem Lichterbogen. Das hängt zum einen damit zusammen, dass Adam und Eva am 24. Dezember ihren Namenstag haben. Doch vielleicht hat sich der Künstler noch mehr dabei gedacht, als er seinen Schwibbogen mit diesen Szenen aus dem Paradies verzierte. Für mich ergibt sich folgende Erklärung.

Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus, also seinen Geburtstag. Die Bibel sagt uns, dass dieser Jesus seit seiner Auferstehung der erste Mensch der neuen Schöpfung ist. Adam ist nach biblischer Tradition der erste Mensch der alten Welt, der Welt, in der wir jetzt leben. Adam und Jesus werden aufeinander bezogen. Durch das Versagen von Adam und Eva haben die Menschen das Paradies verloren. Deshalb leben wir getrennt von Gott, werden schuldig an ihm, an unseren Mitmenschen und an unserer Mitwelt. Die 10 Gebote halten uns den Spiegel vor. Sie zeigen uns, wo und wie wir schuldig geworden sind. Darunter leiden wir. Wir sehnen uns nach Veränderung und suchen Geborgenheit. Wir wünschen uns zurück ins Paradies und scheitern mit diesem Vorhaben, weil unsere Möglichkeiten unzulänglich sind.

Doch der zweite Adam, der erste Mensch der neuen Welt, das Kind in der Krippe, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern, öffnet die Tür. „Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür. Gott sei Lob, Ehr und Preis.“ (EG 27,6) So dichtete Nikolaus Herman 1560. Weihnachten feiern wir nicht nur den Geburtstag von Jesus, sondern auch die Wiedereröffnung des Paradieses. Die Tür zu einer neuen Welt ohne Schuld und Versagen. ohne Leid und Schmerz, steht offen. Über die Krippe hinweg schauen wir schon auf das Kreuz, an dem Jesus für die Sünde starb und damit die Brücke zum himmlischen Vater baute. Deshalb gehören die Szene aus dem Paradies mit der Verführung von Adam und Eva und ihrer Vertreibung aus dem Paradies mit Weihnachten zusammen. Jesus ist der versprochene Retter, der den Weg in Gottes neue Welt öffnet. So macht er es hell bei denen, die sein Kommen feiern und ihn in ihr Leben aufnehmen. Sein Licht leuchtet nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch dann, wenn alle Schwibbögen wieder eingepackt sind.

Amen.

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