Tageslosung vom 28. Mai 2017
Exaudi (HERR, höre meine Stimme! Psalm 27,7)
HERR, du siehst es ja, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen.
Jesus ließ die Menge zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.

Offenbarung 21, 1-8

Geschrieben von Pfr. Ehrenfried Krüger. Veröffentlicht in Predigt

Liebe Gemeinde!

Hat sich Gott aus der Welt zurückgezogen? Warum tut er nichts, um sie zu einem besseren Ort zu machen? Warum stoppt er nicht das gegenseitige Töten, die Ungerechtigkeit und die Ausbeutung der Schwachen durch die Starken? Warum gibt es so leidvolle Krankheiten und einen frühen Tod? Warum lässt Gott das alles zu, was uns das Herz schwer macht und uns zweifeln lässt an Güte, Liebe und Frieden? Der heutige Predigttext, dieser Abschnitt aus dem letzten Buch der Bibel, zeigt uns die Sonne hinter den Wolken: Eine Welt voller Ungerechtigkeit und Not und ihr Untergang durch eine träge und unfähige Menschheit sind nicht das Ende der Geschichte. Was uns freilich nicht aus der Verantwortlichkeit entlässt und etwa einen Freibrief liefert für Gleichgültigkeit. Gott tröstet alle, die an dieser Welt leiden und die sich nach ihm und seinem Eingreifen sehnen. Er tröstet mit der Ankündigung eines richtig großen Umzuges, der nichts so lässt, wie es bisher war.

Der König zieht um! Er hat sein großes Schloss verlassen, um ein noch größeres Schloss zu bewohnen. Während der König vom bisherigen Schloss aus durch zahllose Be­amte das Land regierte, war er in seinem Schloss für sein Volk weitgehend unzugäng­lich geblieben. Audienzen „von Angesicht zu Angesicht“ gab es nicht; lediglich telefonisch vermittelte Anfragen oder E-Mails waren bisher möglich. Im neuen Schloss wird alles anders: Es ist nicht nur viel, viel größer. Die Tore zu diesem Schloss und seinem Park werden geöffnet und der Sicherheitsdienst wird abgezogen. Ab sofort haben alle Bürger des Landes freien Zugang. Sie können an den Mahl­zeiten des Königs teilnehmen, dableiben und sich auf dem Schlossgelände ansie­deln. Alle Menschen des Landes, die in den Bürgerlisten verzeichnet sind, werden vom König adoptiert und somit Miteigentümer von allem, was der König und sein Hofstaat besitzen. Der König zieht um und ist nun ganz für seine Leute da. Steuerfreiheit, Vollversorgung, ein offenes Ohr für alle.

Dieses großartige Bild von einem königlichen Umzug mit seinen weit rei­chenden Folgen für das regierte Volk hat mich fasziniert. Ein Pfarrerkollege hatte diese Idee und gab sie zur Veröffentlichung frei. Deshalb möchte ich im Sinn dieser Gedanken den heutigen Predigttext entfalten. (Z+S, 2. R., H. 6, 2015/16, S. 91ff)

Was in den Tagen des Apostels Johannes wie eine unvorstellbare Katastrophe klang, steht heute jedem vor Augen. „Himmel und Erde sind vergangen und das Meer ist nicht mehr.“ Wir werden den Eindruck nicht los, dass die Menschheit es schaffen wird, das Werk des Schöpfers und mit ihm ihre eigene Lebensgrundlage zu Grunde zu richten. Es gab einmal diesen drohenden Vorwurf: „Wir gehen mit unserer Erde um, als ob wir eine zweite im Keller hät­ten“. Unser Bibelwort sagt: Eine „Reserve-Erde“ im Keller gibt es nicht. Aber es gibt diese Welt sozusagen auf dem Dachboden! Johannes durfte sie schon sehen. Er schreibt: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;“ (V 1) Das 21. Kapitel der Offenbarung schildert die neue Erde als wahrhaftiges Paradies; als Ort der Vollversorgung mit den Bildern des Garten Eden, wie wir es vom Anfang der Bibel kennen.

1. Gott zieht um – und heilt die Beziehung Gott-Mensch

Gott eröffnet, um es mit dem Beispiel vom König zu sagen, mit seinen Untertanen eine „königliche WG“: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Mit dieser „Hütte“, die sich da vom Himmel auf die Erde herabsenkt, ist das Allerheiligste im Tempel gemeint. Das war ein viereckiger Bau in der Mitte des Tempels, der von niemandem betreten werden durfte. Denn dieses Gebäude galt als symbolischer Wohnsitz Gottes. Nur der oberste Priester, der Hohepriester, hatte einmal im Jahr Zutritt, um hier ein Opfer darzubringen. Dieser Bau und das Zutrittsverbot zeigten: Zwischen Gott und den Menschen steht unsere Schuld wie eine trennende Mauer. Wir versuchen, ohne Gott zu leben. Wir gehen lieber unsere eigenen Wege und rufen nur nach Gott, wenn wir mit unserer Kraft und unserer Weisheit am Ende sind. Wenn wir planen, fragen wir nicht nach Gottes Meinung? Wir tun Dinge, von denen wir wissen, dass sie Gott nicht gut heißen kann. Wir Menschen spielen Gott. Und das ist es, was uns von Gott trennt. Denn nur Gott kann Gott sein.

Wehe, wenn Menschen Schöpfer sein wollen wie Gott. Der Untergang von Himmel, Erde und Meer, der uns noch weitaus realer vor Augen steht als den damaligen Lesern der Offenbarung, zeigt uns das Resultat. Der Gott-Mensch zerstört die Umwelt und letztlich sich selbst. Die alltägliche Gottlosigkeit oder Gott-Spielerei, das ist unsere Schuld, die uns von Gott trennt wie eine Mauer. Im Allerheiligsten wurde sie dargestellt durch einen schweren, dicken Vorhang, der von niemandem durchschritten werden durfte. Dahinter stand ein vergoldeter Kasten mit einem Deckel, auf dem zwei geflügelte Figuren aus reinem Gold thronten. Das war die Bundeslade, der Thron Gottes. Unzugänglich, wie der Thronsaal oder gar die Privatgemächer in einem Königsschloss.

Darum der Ausdruck „Schloss“: Hier hat sich der König ein- und seine Untertanen ausgeschlossen. Und genau das soll ganz anders werden, sagt der Bibeltext: Der König zieht zu seinem Volk. Gottes Thron wird auf der neuen Erde „mitten unter die Menschen“, also sozusagen auf den Markplatz gestellt. Und diese Wohnung teilt er mit seinen Leuten. Denn Gott zieht auf diese neue Erde um und bevölkert sie mit seinen Leuten. Der König und sein Volk bewohnen jetzt eine WG. Und das hat Folgen für Menschen:

2. Gott zieht um – und heilt unser Leben

Der König zieht zu seinem Volk und gewährt allen Kranken die freie Heilversorgung! Als Schöpfer ist Gott die Quelle wahren Lebens. Wo Gott ist, da ist Leben. Da hat nichts mehr Platz, was uns das Leben sauer, schmerzhaft und zerbrechlich macht; nichts mehr, was das Leben zerstören kann. Krankheiten und Schmerzen sind die „Vorboten“ des Todes, die uns ständig auf das „Verfallsdatum“ unseres Körpers hinweisen. Diese finsteren, quälenden Vorboten des Todes werden vom König des Lebens in seinem neuen Wohnsitz genauso wenig geduldet, wie die Begleiterscheinung des Todes: Die Tränen der Totenklage werden von jedem Gesicht abgewischt. Sie werden nie mehr fließen. Der König zieht zu seinem Volk, und dem Grab wird das große, gefräßige Maul für immer gestopft, nachdem es zuvor alles hergeben musste, was es jemals verschlungen hat. Und so soll es auf immer bleiben.

3. Gott zieht um – Wer teilt mit ihm die WG?

Der König zieht zu seinem Volk – wer hat dafür die Staatsbürgerschaft? Wie können wir zu dem Volk gehören, dass mit dem König in dessen neuen Wohnsitz zusammenzieht? Wie werden wir Mitbewohner der göttlichen WG? Johannes schreibt: „Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.“ (V. 7) Der König gewährt nicht allein die Staatsbürgerschaft. Die Glieder seines Volkes werden adoptiert und zu Erben eingesetzt. Gott selbst wird zum Vater seines Volkes und bestimmt: „Was mir gehört, gehört euch! Mein neuer Wohnsitz ist euer Wohnsitz! Meine Lebensfülle belebt, erneuert und stärkt euch!“

Doch wer kann dazugehören angesichts unserer Schuld, die uns wie eine Mauer von Gott trennt, angesichts der mangelnden Kraft, um dem Bösen zu widerstehen? Wären wir mit unserer Kraft alleine, dann blieben wir ausgeschlossen von der göttlichen WG. Doch Gott wurde für uns aktiv und hat dafür einem sehr hohen Preis gezahlt.

Wir erinnern uns: Im Allerheiligsten des Tempel symbolisierte ein schwerer Vorhang die Trennung zwischen Gott und Mensch. Als Jesus am Kreuz starb, zerriss dieser Vorhang von oben nach unten. Das bedeutet: Gott selbst hat die Trennung aufgehoben – von oben nach unten zerreißend meint: Gott hat die Initiative ergriffen. Er beseitigt die Trennung, weil Jesus durch seinen Tod die Schuld eines jeden Menschen auslöscht. Dadurch bringt Jesus alle, die ihm vertrauen, mit Gott zusammen. Er hält jedem Menschen den Personalausweis für die Staatsbürgerschaft im Reich des Lebenskönigs vor die Nase und lädt ein: Greif zu! Glaube mir und folge mir nach. So wird man zum Staatsbürger im Reich Gottes und zum Erben erklärt.

Gott zieht zu seinem Volk und wir dürfen dabei sein.

Amen.

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