Tageslosung vom 28. Mai 2017
Exaudi (HERR, höre meine Stimme! Psalm 27,7)
HERR, du siehst es ja, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen.
Jesus ließ die Menge zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.

Jesaja 59

Geschrieben von Pfr. Ehrenfried Krüger. Veröffentlicht in Predigt

Liebe Gemeinde,

in der Lesung aus dem Propheten Jesaja hörten wir nur einige Verse aus dem Kap. 59. Diese Kürzung ist sicherlich im Blick auf die Gestaltung des gesamten Gottesdienstes richtig. Doch dieses ganze Kapitel bietet so viele Parallelen zu unserer Zeit, dass ich es uns in seiner Gesamtheit vorstellen möchte. Vielleicht erscheinen uns diese Aussagen als eine Zumutung. Vielleicht werden uns an der einen oder anderen Stelle die Augen geöffnet. Dann könnten wir umkehren und unser Leben neu ordnen. Gott legt den Finger auf die wunde Stelle, damit Menschen ihre Schuld erkennen und Vergebung erfahren. Ich lese dieses Kapitel in 3 Abschnitten.

1. Die Anklage (VV 1-8)

„1 Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, sodass er nicht hören könnte, 2 sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet. 3 Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Verschuldung; eure Lippen reden Falsches, eure Zunge spricht Bosheit. 4 Es ist niemand, der eine gerechte Sache vorbringt, und niemand, der redlich richtet. Man vertraut auf Nichtiges und redet Trug; mit Unheil sind sie schwanger und gebären Verderben. 5 Sie brüten Natterneier und weben Spinnweben. Isst man von ihren Eiern, so muss man sterben, zertritt man sie aber, so fährt eine Schlange heraus. 6 Ihre Gewebe taugen nicht zu Kleidern, und ihr Gespinst taugt nicht zur Decke. Ihre Werke sind Unheilswerke, an ihren Händen ist Frevel. 7 Ihre Füße laufen zum Bösen, und sie sind schnell dabei, unschuldig Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Unheilsgedanken, auf ihren Wegen wohnt Verderben und Schaden. 8 Sie kennen den Weg des Friedens nicht, und Unrecht ist auf ihren Pfaden. Sie gehen auf krummen Wegen; wer auf ihnen geht, der hat keinen Frieden.“

Wie geht es euch, liebe Schwestern und Brüder, beim Hören dieser Worte? Berühren sie euch? Betreffen diese Anklagen auch uns: dich und mich? Der Zusammenhang der angeblich nicht gehörten Gebete und der Schuld der Beter macht mich betroffen. Es liegt nicht an Gottes Unfähigkeit oder an seinem Unwillen. Die Sünde trennt von Gott und verhindert seine Zuwendung. Das Volk Israel stand damals vor einem Scherbenhaufen: die Städte zerstört, das Land verwüstet, die Menschen ohne Zukunftsperspektive. Nicht alle Israeliten erkannten darin das gerechte Gericht ihres Gottes. Sie klagten ihn an und warfen ihm nicht nur die Unfähigkeit zum Handeln vor, sondern auch mangelndes Hörvermögen. In einer Betrachtung zu diesem Text habe ich folgendes gelesen: „Verheerungen, Trümmer und Traumata machen nicht automatisch klug und friedensfähig, öffnen nicht als solche die Augen, klären nicht von sich aus auf. Sie können auch zu Verbitterung führen, zu der gekränkten und empörten Behauptung, dass Gottes Hand zu kurz zum Befreien, sein Ohr zu stumpf zum Hören ist. Und diese gekränkte Empörung führt die von ihr Befallenen auf die falsche Spur: nämlich erneut auf den Kriegspfad, nicht auf Wege des Friedens.“ (Matthias Loerbroks, Kriegspuren, Ökumenische Friedensdekade 2016, S. 79)

2. Das Schuldbekenntnis (VV9-15a)

„9 Darum ist das Recht ferne von uns, und die Gerechtigkeit kommt nicht zu uns. Wir harren auf Licht, siehe, so ist's finster, auf Helligkeit, siehe, so wandeln wir im Dunkeln. 10 Wir tasten an der Wand entlang wie die Blinden und tappen wie die, die keine Augen haben. Wir stoßen uns am Mittag wie in der Dämmerung, wir sind im Düstern wie die Toten. 11 Wir brummen alle wie die Bären und gurren wie die Tauben; denn wir harren auf Recht, so ist's nicht da, auf Heil, so ist's ferne von uns. 12 Denn wir sind zu oft von dir abgefallen, und unsre Sünden zeugen gegen uns. Unsre Abtrünnigkeit steht uns vor Augen, und wir kennen unsre Sünden: 13 abtrünnig sein und den HERRN verleugnen und abfallen von unserm Gott, Frevel reden und Ungehorsam, Lügenworte ausbrüten und bedenkenlos daherreden. 14 Und das Recht ist zurückgewichen, und die Gerechtigkeit hat sich entfernt; denn die Wahrheit ist auf der Gasse zu Fall gekommen, und die Aufrichtigkeit findet keinen Eingang. 15 Und die Wahrheit ist dahin, und wer vom Bösen weicht, muss sich ausplündern lassen.“

Auch in diesem Abschnitt werden starke Bilder verwendet, die die ganze Dramatik des Unfriedens verdeutlichen. Die Abwendung von dem lebendigen Gott und von seinem lebensschaffenden und –erhaltenden Handeln hat schwerwiegende Folgen. Doch es gibt auch Menschen, die ihr Versagen erkennen und bereit sind, ihre Schuld zu bekennen. Wer das tut, ist auf einem guten Weg: „Das 59. Kapitel des Jesajabuches lehrt nicht nur Umkehr, es verkündet auch, dass es verheißungsvoll und befreiend ist, umzukehren.“ (ebenda S. 79)

3. Die Vision vom Kommen und Eingreifen Jahwes (VV 15b-21)

„15b Das alles sieht der HERR und es missfällt ihm sehr, dass kein Recht ist. 16 Und er sieht, dass niemand auf dem Plan ist, und verwundert sich, dass niemand ins Mittel tritt. Da hilft er sich selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit steht ihm bei. 17 Er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt den Helm des Heils auf sein Haupt und zieht an das Gewand der Rache und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Mantel. 18 Nach den Taten wird er vergelten, mit Grimm seinen Widersachern, mit Vergeltung seinen Feinden; ja, den Inseln will er heimzahlen, 19 dass der Name des HERRN gefürchtet werde bei denen vom Niedergang der Sonne und seine Herrlichkeit bei denen von ihrem Aufgang, wenn er kommen wird wie ein reißender Strom, den der Odem des HERRN treibt. 20 Aber für Zion wird er als Erlöser kommen und für die in Jakob, die sich von der Sünde abwenden, spricht der HERR. 21 Und dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Mund nicht weichen noch von dem Mund deiner Kinder und Kindeskinder, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.“

Eine ernüchternde Feststellung: Niemand ist da, der die Schuld aus dem Weg räumt und die Trennwand zwischen Jahwe und seinem Volk niederreißt. Niemand will es und niemand kann es. Gott selbst muss eingreifen und das Recht wieder herstellen. Und er tut es auch. Er zahlt das Lösegeld, er kommt als der Erlöser, als der Loskäufer. Das gilt zunächst seinem Volk Israel. Mit ihm schließt er einen Bund. Geist und Wort sind gegeben und sollen auch bei seinem Volk bleiben.

Durch Jesus sind auch wir Christen hineingenommen in diesen Bund, in dieses heilbringende Handeln Gottes. Auf diesem Weg wird Frieden. Weil Gott es will und weil er alles tut, um das Trennende aus dem Weg zu räumen. So werden wir erfahren, dass sein Arm nicht zu kurz ist, um zu helfen, und seine Ohren nicht hart geworden sind, um zu hören.

Amen.

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