Tageslosung vom 26. März 2017
Lätare (Freuet euch mit Jerusalem! Jesaja 66,10)
Es gibt Hoffnung auf Zukunft für dich. Spruch des HERRN.
Die Nachbarn und die, die den Blinden früher als Bettler gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?

Römer 8, 18-25

Geschrieben von Pfr. Ehrenfried Krüger. Veröffentlicht in Predigt

Liebe Gemeinde,

heute ist Volkstrauertag. Vielerorts wird an die Opfer der Kriege erinnert, verbunden mit all dem Leiden unter Gewalt, Terror, Flucht und Vertreibung. In einer Woche ist der Ewigkeitssonntag. Die meisten Leute kennen ihn als Totensonntag, weil in den Gottesdiensten die Namen der verstorbenen Gemeindeglieder verlesen werden und auf den Friedhöfen der toten Angehörigen gedacht wird. Es ist eine bedrückende Stimmung, die uns in diesen Tagen begleitet. Als Christen dürfen wird die Botschaft der Hoffnung dagegensetzen und so unseren Mitmenschen Ermutigung und Trost schenken.

Die Botschaft der Hoffnung verkündet Gottes neue Welt und damit die Überwindung von Leid, Krankheit, Gewalt und Tod. Das ist keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern Kraftquelle für die helfende Tat hier und heute. Ich denke, dass aller helfende Einsatz, so wie er z.B. in der Diakonie in Freiberg getan wird, und in missionarischen Hilfswerken, wie wir es vor kurzem von Frau Dreckmeier gehört haben, seine Motivation und Kraft aus dieser Gewissheit schöpft. Dieser oft so schwere Dienst in den Heimen für behinderte und alte Menschen und der oft lebensgefährliche Einsatz in den Krisengebieten unserer Welt kann wohl nur durchgehalten werden, weil es eine über unsere Zeit hinausreichende Hoffnung gibt. Der heutige Predigttext entfaltet diese Hoffnung, die Christen trägt und für ihren Dienst in unserer Welt ermutigt.

1. Die Hoffnung auf die Herrlichkeit

Herrlichkeit meint die Daseinswirklichkeit Gottes, meint die sichtbare und ungetrübte Gemeinschaft mit dem lebendigen und allmächtigen Gott. Ein solches Leben war uns Menschen zugedacht. Doch wir haben es verloren, so wie es Paulus im dritten Kapitel seines Briefes an die Christengemeinde in Rom schreibt: „… denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck.“ (3,23) Unter diesem Verlust leiden wir, denn seine Folge ist die Vergänglichkeit. Sicherlich, wir wissen, dass unser Leben auf dieser Erde begrenzt ist. Wir sind dankbar über ein langes und erfülltes Leben. Doch wie oft geht ein Leben zu früh zu Ende oder mit großem Leiden verbunden oder auch gewaltsam. Darunter leiden wir ebenso wie unter den Vorboten des Todes: unter Krankheit, Leiden und Schmerzen. Alle diese Gebrochenheiten unseres Daseins bringen die Vergänglichkeit unseres Lebens zum Ausdruck.

Wenn Paulus nun schreibt, dass all dieses Leiden nicht ins Gewicht fällt im Blick auf die kommende Herrlichkeit der himmlischen Welt, dann verdrängt er die Vergänglichkeit des Lebens nicht. Er hat das Leiden in allen seinen Erscheinungsformen kennen gelernt. Er schwebt nicht auf Wolke 7 und sieht auch nicht die Wirklichkeit mit der rosaroten Brille. Gott hatte ihm diesen Blick für das Kommende geschenkt und ihm offenbart, dass Christen auf Größeres zugehen. Diese Hoffnung gab ihm immer wieder neue Kraft, ermutigte ihn in allen Leiden, gab ihm Kraft für seine vielen Aufgaben.

Damit dieser hoffnungsvolle Ausblick auf die Herrlichkeit Wirklichkeit wird in unserem Leben, ist eine entscheidende Klärung nötig.

2. Vergänglichkeit und Schuld

Der Verlust der göttlichen Herrlichkeit mit der Folge eines vergänglichen Lebens hat seine Ursache. Paulus schreibt: „Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, allerdings ohne etwas dafür zu können. Sie musste sich dem Willen dessen beugen, der ihr dieses Schicksal auferlegt hat.“ (V 20) Es ist die Schuld des Einen, der der Schöpfung eine so unendlich große Last auferlegt hat. Dazu folgendes Zitat: „Adams Abkehr von Gott, der Quelle des Lebens, hatte nicht nur Auswirkungen auf alle seine Nachfahren; er zog damit seine gesamte Mitwelt in Mitleidenschaft. … Er ist derjenige, der ‚die Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen hat‘.“ (Z+S, 2. R., H. 6, 2015/16, S. 72+73) Da wir mit Adam in den Schuldzusammenhang, in die Rebellion gegen Gott, verstrickt sind, lastet auf uns nicht nur der Fluch der Sünde, sondern auch wir werden an der Schöpfung schuldig. Deshalb hat unser Verhältnis zum Schöpfer direkte Auswirkungen auf die Schöpfung.

Der erste und der zweite Artikel des Glaubensbekenntnisses gehören also zusammen. Schöpfung und Erlösung sind nicht zu trennen. Die Bewahrung der Schöpfung und die Bekehrung eines Menschen sind die beiden Seiten ein und derselben Medaille. Unter den Christen in Süddeutschland gab es den Spruch: „Wenn der Bauer sich bekehrt, merkt es zuerst das Vieh im Stall.“ (Z+S, 2. R., H. 6, 2010, S. 81) Die außermenschliche Schöpfung leidet unter der Schuldverfallenheit. Deshalb wird ein Mensch, der sein Leben vor Gott und den Menschen ordnet, d.h. von Schuld reinigen lässt, immer auch einen neuen Blick für die leidende Kreatur bekommen und sich für sie einsetzen.

Allerdings gilt leider auch, dass der so wichtige Einsatz für die Umwelt nicht frei von der Schuldverstrickung sein wird. Dazu zwei Beispiele. Die Ansiedlung der Wölfe in der Lausitz ist sicherlich eine Bereicherung für die Tierwelt. Doch die Schäden, die durch die zunehmende Zahl der Wölfe entstehen, können nicht übersehen werden. – Und das andere: Vor einigen Tagen sprach ich mit einem Techniker über alternative Energiegewinnung. Dieser Weg der Energiebereitstellung ist sicherlich wichtig, weil die fossilen Brennstoffe einmal zu Ende gehen und den sog. Treibhauseffekt verstärken. Doch auch Solar- und Windenergie haben ihre umweltschädigenden „Nebenwirkungen“, ebenso Wasserkraftwerke an riesigen Stauanlagen. Mit diesen Beispielen möchte ich deutlich machen: Der Einsatz für unsere Umwelt ist deshalb nicht umsonst. Doch er bringt uns nicht das Heil, sondern steht immer unter dem Vorzeichen der Vergänglichkeit und Schuldverfallenheit. Ein Ende dieser Not wird erst dann sein, wenn die Kinder Gottes in göttlichem Herrlichkeitsglanz erscheinen. Bei der Wiederkunft von Christus wird „die ganze Schöpfung aufatmen. Dann nämlich wird sie … ‚befreit werden von der Verderbenssklaverei‘ und wird teilhaftig werden jener ‚Freiheit der Kinder Gottes, die in dem göttlichen Heiligkeitsglanz besteht‘. So wird die ganze Schöpfung endlich zu ihrem Recht kommen.“ (Z+S, 2. R., H. 6, 2015/16, S. 73)

3. Hoffender Glaube

„Diese endgültige Rettung ist jetzt noch Zukunftsmusik, und darum ist der Glaube ganz wesentlich Hoffnung (V 24)“. (Z+S, 2. R., H. 6, 2015/16, S. 72+73) Im Warten auf die Vollendung sind die Gotteskinder verbunden mit der ganzen Schöpfung. Menschen, die mit Jesus leben, haben den Heiligen Geist. Durch ihn wissen sie von der Vollendung und sehnen sich nach der „Erlösung des Leibes“, nach der Errettung aus diesem totverfallenen Leib der alten Schöpfung, sehnen sich nach der leiblichen Auferstehung der in Christus Entschlafenen.

Der hoffende Glaube hat diese Zukunft im Blick. Er lässt sich trösten in allen Leiden und Krankheiten, er schaut über die Gräber hinaus und fasst immer wieder Mut, das Gute zu wagen in einer von der Vergänglichkeit gezeichneten Welt. Es ist eine gespannte Erwartung, in der wir leben und es fällt immer wieder schwer, geduldig zu bleiben. Gott schenke uns dazu Gnade, dass wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren und unsere Hoffnung fest an ihn binden, der alles neuschaffen wird. Geduldiges Warten lohnt sich, denn die zukünftige Herrlichkeit wird alles Leiden aufwiegen.

Amen.

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